Teil 2: GFK-Navigator für Gefühle Gefühle sind der Schlüssel, um Dich selbst und andere besser zu verstehen. Sie zeigen Dir, ob Deine Bedürfnisse gerade erfüllt oder unerfüllt sind. In diesem Teil lernst Du, Gefühle zu benennen, zu unterscheiden und sie als Wegweiser zu nutzen. Warum Gefühle wichtig sind Viele Menschen tun sich schwer, Gefühle zu benennen oder über sie zu sprechen. Manche haben gelernt, Gefühle zu unterdrücken oder nur wenige Kategorien wie „gut“ und „schlecht“ zu benutzen. Doch Gefühle sind Signale – sie zeigen, dass Du etwas brauchst. Beispiel: Die 12 Hauptgefühle und 100 Begriffe Im GFK-Gefühlsfinder werden Gefühle nach Hauptkategorien geordnet, z.B.: Zu jeder Kategorie gibt es viele Unterbegriffe: Übung: Lies Dir eine Liste durch und markiere die Worte, die Du selten nutzt. Schreibe Dir diese Wörter auf und probiere sie im Alltag aus. Gefühle entstehen durch Gedanken und Bedürfnisse Gefühle entstehen nicht einfach so. Es gibt immer einen Auslöser und einen inneren Zusammenhang. Beispiel: Übung: Wenn Du ein starkes Gefühl spürst, frage Dich: Unechte Gefühle erkennen Viele Aussagen klingen wie Gefühle, sind aber in Wahrheit Bewertungen. Beispiele unechter Gefühle: Wie erkennst Du sie? Echte Gefühle sind: Übung: Notiere 3 Sätze mit unechten Gefühlen. Formuliere sie um in echte Gefühle und Bedürfnisse. Gefühlskörperkarte Gefühle zeigen sich im Körper. Typische Empfindungen: Übung: Schließe die Augen. Spüre in Deinen Körper. Wo fühlt es sich gerade eng, weit, warm oder kalt an? Benenne das Gefühl. Gefühle benennen lernen Je präziser Du Deine Gefühle benennen kannst, desto klarer wird Dir, was Du brauchst. Beispiel: „Ich bin schlecht gelaunt“ – ungenau. Besser: „Ich bin enttäuscht und frustriert, weil mir Klarheit fehlt.“ Übung: Nimm Dir einmal am Tag Zeit und beantworte: Übungen zur Selbstüberprüfung 1. Gefühls-Tagebuch Jeden Abend 3 Gefühle notieren. 2. Gefühlskarten ziehen Zufällig ein Gefühl ziehen, überlegen, wann Du es zuletzt hattest. 3. Gefühls-Check vor Gesprächen Vor einem schwierigen Gespräch bewusst klären: Gefühle in Gesprächen ausdrücken Formulierungshilfe: „Ich bin …, weil mir … wichtig ist.“ Beispiele: „Ich bin traurig, weil mir Nähe wichtig ist.“ „Ich bin erleichtert, weil ich Sicherheit brauche.“ Übung: Probiere, im nächsten Gespräch mindestens ein echtes Gefühl zu benennen. Meta-Ebene Teil 2: Dieser Teil hilft Dir, Gefühle als wertvolle Signale zu sehen. Indem Du sie wahrnimmst und ausdrückst, machst Du es Dir und anderen leichter, Bedürfnisse zu erkennen und Verbindung herzustellen.